Handschutz

Der Mensch braucht seine Hände zum Halten und Führen von Handwerkzeugen, Werkstücken und Lasten, beim Betätigen von Steuereinrichtungen, Hebeln und Griffen, beim Umgang mit
Gefahrstoffen und vielen anderen Tätigkeiten. Nur in wenigen Bereichen ist es möglich, die Gefährdungen zu vermeiden.

Die besondere Gefährdung der Hand, Handgelenke und Finger ist aus dem Anteil der Berufsverletzungen aller Körperteile zu erkennen (2001 = 34,2%, gemäss Unfallstatistik UVG, Ausgabe 2003). Aus diesem Grund kommt dem Verbrauch für Schutzhandschuhe besondere Bedeutung zu. Sie sollten die Hände vor mechanischen, elektrischen, thermischen, chemischen, bakteriologischen und anderen Gefahren schützen. Sie sind in verschiedenen Formen, Grössen und Materialien erhältlich. Bei der Auswahl aus dem reichhaltigen Angebot sind die Forderungen nach dem bestmöglichen Schutz einerseits und nach Tragekomfort, Tastgefühl, Greifvermögen und anderen Kriterien zu berücksichtigen. Nicht zuletzt entscheidet auch der Preis. Es sind daher auch Billigprodukte in den Betrieben anzutreffen, deren Schutzwirkung dem jeweiligen Einsatzzweck oft nicht gerecht wird.

Die Beschaffenheitsanforderungen an Schutzhandschuhe werden durch die EG-Richtlinie zur Persönlichen Schutzausrüstung (89/686/EWG) geregelt. Danach dürfen nur Produkte in den Verkehr gebracht werden, die den Anforderungen dieser Richtlinie entsprechen.

 

Kategorie I Für anspruchslose Arbeiten mit geringer Gefährdung bei denen der Benutzer einen allfällig bevorstehenden Schaden wahrnehmen kann. Dazu gehören Handschuhe für Garten- oder Hausarbeiten, leichte Montagearbeiten oder zum Schutze der Werkstoffe. Mit einer Konformitätserklärung bestätigt der Hersteller, dass die Handschuhe der Grundanforderung (EN420) der EG-Richtlinien entspricht. Eine Baumusterprüfung ist nicht erforderlich.
Kategorie II Für Arbeiten mit mittlerer, mechanischer, mikroorganischer und/oder chemischer Gefährdung. Hierzu gehören die meisten Handschuhe für den industriellen Einsatz. Diese Handschuhe unterliegen einer Baumusterprüfung und müssen mit der CE-Kennzeichnung versehen werden.
Kategorie III Für Arbeiten bei denen schwere, irreversible Gesundheitsschäden zu erwarten sind. Hierzu gehören Handschuhe gegen aggressive Chemikalien, Mikroorganismen, ionisierende Strahlung, Stromstösse, direkte Flammen oder Flüssigmetallspritzer sowie bei Handhabung heisser Werkteile von über 50°C oder bei speziellen Umgebungstemperaturen von über 100°C resp. unter –50°C. Hier ist neben der Baumusterprüfung eine Qualitätsüberwachung erforderlich. Neben der CE-Kennzeichnung muss die Prüfstellennummer angegeben werden.
Wir sind gerne für Sie da . . . . Wega Products AG
Bützbergstrasse 1
4912 Aarwangen
Telefon:
Fax:
E-Mail:
062 922 53 53
062 922 11 51
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!